Archiv für die Kategorie ‘Außenpolitik’

Frankreich-China Krise

Mittwoch, 14. Januar 2009

Wie man in verschiedenen Medien zu hören bekommt, eskaliert gerade ein Streit zwischen der chinesischen Regierung und Frankreich. Der Grund für diese Eskalation liegt darin, dass in Frankreich stattfindende Auktion Christie’s 2 Kunstwerke verkauft hat, die im 19 Jahrhundert aus dem chinesischen Kaiser-Palast ausgeraubt wurden.
Das Problem ist dabei, dass der vorherige Besitzer der beiden Bronze-Figuren, diese legal erworben hat und nach der französischen Rechtssprechung damit der legale Besitzer ist. Somit konnte China es nicht durchsetzen, beide Figuren einfach zu konfiszieren. Das Geld, um beide Werke selbst zu kaufen, konnte die chinesische Regierung auch nicht bereitstellen.
Im Prinzip finde ich, dass die beiden Bronze-Figuren dem Volk von China als Kultur-Erbe gehört. Wenn man sich allerdings mit der Problematik stärker auseinandersetzt und sich vielleicht in die Rolle des legalen Käufers hinein versetzt, dann wird diese Behauptung nicht mehr so eindeutig. Man kann aber in diesem Fall noch zu dem Argument greifen, dass man sich im Klaren befinden sollte, wie beide Kunstwerke nach Europa kamen und damit schon vor dem Kauf zum Schluss kommen, dass beide dem chinesischen Volk illegal entnommen wurden. Wenn man also diese Problematik aus diesem Blickwinkel betrachtet, dann kann man der Seite von China das Recht geben.

Spiegel Online: Ingrid Betacourt reist nach Kolumbien zurück

Sonntag, 30. November 2008

Fünf Monate ist es her, dass Ingrid Betancourt aus der Geiselhaft linker Farc-Rebellen befreit wurde – jetzt reist sie zum ersten Mal wieder in ihre Heimat Kolumbien. Ihre Mission: Die frühere Präsidentschaftskandidatin will sich in Lateinamerika für das Ende der Gewalt einsetzen.

Bogotá – Im Juli wurde die frühere kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt nach mehr als sechs Jahren Geiselhaft bei den linken Farc-Rebellen in einer spektakulären Aktion befreit – jetzt ist sie von Paris aus erstmals wieder in ihre kolumbianische Heimat zurückgekehrt. “Ich bin sehr glücklich, hier zu sein”, sagte die 46-Jährige am Samstag (Ortszeit) nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen der Hauptstadt Bogotá. Auf einer Reise durch mehrere südamerikanische Staaten wolle sie sich für die Freilassung aller schätzungsweise 3000 Entführungsopfer in ihrem Land einsetzen, sagte sie am Samstag bei einer Pressekonferenz in der französischen Botschaft.
Sie werde die Regierungen von Ecuador, Peru, Chile, Argentinien, Brasilien, Bolivien und Venezuela um Unterstützung bitten.

Spiegel Online

Das ist eine richtig starke Frau. Sie war sechs Jahre in Gefangenschaft bei FARC und ist bereits nach 5 Monaten, nach der Freilassung, dazu bereit, den Kampf für die Menschen, die noch da geblieben sind, aufzunehmen. Ich würde mir so eine Frau als Präsidenten wirklich wünschen. Schade, dass sie damals die Wahlen wegen ihrer Entführung nicht gewinnen konnte. Dem Lande hätte es bestimmt besser gehen können, wenn sie als Präsidentin gewählt wäre.
Wenn ich an ihrer Stelle wäre, hätte ich kaum wagen können, jemals zurück nach Kolumbien zurück zu kehren, geschweige noch, den Rebellen, den Kampf zu erklären.
Ich hoffe, sie wird ihr Ziel erreichen und irgendwann auch zu Präsidentin von Kolumbien gewählt.

Pi-News übertreibt mal wieder

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Pi-News ist eigentlich eine gute Seite, weil diese sich mit Themen befasst, die normale Presse aus Politkorrektheit lieber meidet. Dazu gehören unter anderem die Probleme mit Ausländern. Leider kommt es immer wieder vor, dass die Autoren, beim Streben zur Wahrheit, übertreiben. So veröffentlichen die Autoren von Pi-News heute einen Artikel zum Thema des Jom-Kippur-Krieges, wo sie den damaligen Präsedenten von DDR beschuldigen, die Syrier während dieses Krieges mit der Lieferung der MiGs zu unterstützen.

Unter dem Decknamen “Geheimoperation Aleppo” führte Erich Honecker – nur knapp dreißig Jahre nach dem Holocaust – 1973 einen sozialistischen Vernichtungskrieg mit deutschen Soldaten gegen Israel. Er ließ seine Streitkräfte mit gefälschten Hoheitszeichen auf Seiten der syrischen Armee im Yom-Kippur-Krieg gegen den jüdischen Staat kämpfen.

Zwar fanden die oben genannten Geschehnisse in der Wirklichkeit statt, ich würde aber den Erich Honecker auf keinen Fall als eine selbst agierende, politische Persönlichkeit, die ihre Interessen verfolgte, bezeichnen. Es ist ja kein Geheimnis, dass die Regierung von DDR aus UDSSR kontrolliert wurde. Und auch in diesem Fall war es die Anweisung von UDSSR, was den Transport von MiGs angeht. Und während deutsche Soldaten die Flugzeuge einfach zusammen geschraubt hatten, kämpften sowjetische Soldaten gegen die Israeli, was allerdings nicht den gewünschten Resultat brachte.

Burma

Donnerstag, 15. Mai 2008

Fast keine Medien in Deutschland und auch weltweit blieben stumm, nach diesen traurigen Ereignissen, die in diesem asiatischen Land passierten. Eine große Naturkatastrophe traf ein Land, dass trotz der militärischen Diktatur und Zentralisierung der Gewalt nicht in der Lage ist, sich zu beschützen.
Am Beispiel von Burma sieht man deutlich, dass die Behauptung mancher Menschen, dass ein demokratisches Land dem Land mit Diktatur unterlegen ist, da die Demokratie schwach sei, keine Stützung im wirklichen Leben findet. Dieses Beispiel offenbart die traurige Wirklichkeit, wo die Regierung des Landes für alles bereit ist, um an der Macht zu bleiben. Diese Menschen stellen den eigenen Wohlstand höher, als das Leben des eigenen Volkes. Sie haben versagt an allen Fronten. Sie haben versagt, indem sie die internationale Hilfe nur zum Teil akzeptieren, sie haben versagt, indem sie diese Hilfe als eigene Hilfe tarnen und auch indem sie nicht in der Lage sind, anzuerkennen das sie versagt haben. Eine Regierung, die eigene Fehler nicht anerkennt, ist schwach, eine Regierung, die eigene Bevölkerung in diesen unmenschlichen Verhältnissen sterben lässt, muss die Verantwortung tragen. Menschen, die so was zulassen, gehören, meiner Meinung nach, nach Haag.
Ich frage mich, warum sieht UN einfach zu? Wieso höre ich nichts von UN Sicherheitsrat? Eine militante Regierung tötet eigenes Volk und die Menschen schauen einfach zu. Ist der Unterschied, dass die Militär von Burma eigenes Volk sterben lässt und nicht das Volk eines der Nachbarstaaten die Verantwortung von UN fallen lässt? Wohl kaum…
Ich bin sehr enttäuscht.

Deutsche Geisel im Irak

Montag, 02. April 2007

Geiselnehmer im Irak wählen immer wieder Deutsche als Ziel. Dies begründen sie, dass Deutschland ein Feind sei, denn Deutschland:

a). im Westen liegt.
b). überwiegend christlich ist.
c). am Einsatz der NATO-Truppen in Afghanistan beteiligt ist.
d). alles tut, um eigene Bürger zu befreien

Gerade der letzte Punkt ist wahrscheinlich für die Terroristen so attraktiv, dass die Deutschen immer wieder im Irak verschleppt werden. Es ist ja schon öfters vorgekommen, dass die Regierung das Lösegeld an Terroristen gezahlt hat, um die Geiseln frei zu bekommen.
Das Problem ist aber, dass je mehr solche „Deals“ mit Terroristen erfolgreich durchgeführt werden, desto größer wird Interesse an Geiseln mit deutscher Staatsbürgerschaft.
Selbstverständlich ist es leichter, solche Überlegungen zu führen, wenn man die Problematik aus der Perspektive der dritten, unbeteiligten Person betrachtet, aber man muss auch bedenken, dass jedes „Deal“ die Gefahr für die neue Entführungen nach oben treibt.

Gasprom als Druckmittel von Russland?

Freitag, 29. Dezember 2006

Angesichts der heutigen Situation mit Gas in Osteuropa, bekomme ich immer mehr den Eindruck, dass Russlands Gas-Monopolist Gasprom immer wieder als Druckmittel für benachbarte zu Russland Länder eingesetzt wird, um die Macht dieser Länder zu schwächen. Das Ziel scheint es zu sein, Russland-freundliche Regierungen (sprich Marionettenregierung) an die Macht in diesen Ländern zu führen.
Der einzige Ausweg, ist meiner Meinung nach, ein Zusammenschluss dieser Länder, um gemeinsam, Russlands aggressive Außenpolitik abzuwehren. Doch ich fürchte, dass diese Möglichkeit von Moskauer Regierung bereits in Betracht genommen ist und mit Gegenmaßnahmen unterbindet wird, was am Versprechen der Ukraine, im Fall, wenn Weißrussland für EU vorgesehenes Gas klauen wird, russisches Gas über eigenes Territorium fließen zu lassen, deutlich wird.

Atommühl-Transport

Montag, 13. November 2006

Gestern erreichte Castor-Transport nach Polizei-Angaben die Zwischenlager Gorleben. Während der Fahrt versuchten mehrere Atomkraft-Gegner den Weg für Transport mit Sitzblockaden zu sperren, Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace hängten Plakate auf Bäume auf, mehrere Menschen protestierten auf den Straßen. Die Polizei griff aber ein und räumte den Weg frei.
Es bleibt nur die Frage, warum die Leute überhaupt über den Transport informiert waren, denn es könnten ja nicht nur Greenpeace-Mitglieder auf die Straßen gehen, sondern irgendwelche hirnlose religiöse Fanatiker, die übrigens zum Weinachten ihre Aktionen in Europa bereits angekündigt haben.

USA: Demokraten kommen zur Macht

Donnerstag, 09. November 2006

Obwohl ich ja in Deutschland und nicht in den USA lebe, bin ich der Meinung, dass diese innenpolitischen Ereignisse von USA einen bedeutenden Einfluss auf das Leben mehreren Staaten, unter anderem auch auf Deutschland haben werden.
Die Vereinigten Staaten werden wahrscheinlich ihre aggressive Außenpolitik überdenken und ändern müssen.
Außerdem da der Terrorbekämpfung nicht mehr an der Tagesordnung stehen wird, kommt Russland als ohnehin ein sehr fraglicher Verbündete nicht mehr in Frage.
Eine deutliche Senkung der Öl-Preise ist dagegen meiner Meinung nach nicht zu erwarten, wofür der Nahost-Konflikt verantwortlich sein wird.